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BerKo: Arbeitsorientierte Grundbildung in Berlin

Logo: Berliner Kooperationsverbund Arbeitsorientierte Grundbildung (BerKo)

BerKo steht für „Berliner Kooperationsverbund Arbeitsorientierte Grundbildung“. Das Projekt bringt Akteur:innen aus Grundbildung, Arbeitsförderung, Bildung, Beratung und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, Menschen mit Grundbildungsbedarf bessere Wege in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen.

Viele Menschen, die Arbeit suchen, ihre Arbeit sichern möchten oder in der Ausbildung Unterstützung brauchen, haben auch Schwierigkeiten mit Lesen, Schreiben, Rechnen oder digitalen Anwendungen. Genau hier setzt BerKo an. Das Projekt schaut auf die Wege, die diese Menschen durch Beratung, Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt nehmen. Dabei wird sichtbar, wo Hürden entstehen, welche Angebote fehlen und wie Übergänge besser gelingen können.

Auf dieser Grundlage entwickeln die Projektpartner:innen gemeinsam mit weiteren Akteur:innen passende Lösungen. Dazu gehören bessere Verweisstrukturen, fachliche Austauschrunden, Sensibilisierungen, Qualifizierungen und Materialien für die Beratung. So sollen Menschen mit Grundbildungsbedarf schneller passende Unterstützung finden.

Für wen ist BerKo da?

BerKo richtet sich vor allem an Menschen mit Grundbildungsbedarf, die arbeitsuchend sind, sich in Ausbildung befinden oder als Beschäftigte Unterstützung brauchen. Damit sie besser erreicht und begleitet werden können, arbeitet BerKo mit vielen Partner:innen zusammen: zum Beispiel mit Jobcentern, Arbeitsagenturen, Bildungsträgern, Beratungsstellen, Kammern, Innungen, Senatsverwaltungen und Akteur:innen der Berliner Grundbildungslandschaft.

Aktuell liegt ein Schwerpunkt der praktischen Arbeit in den Bezirken Spandau, Lichtenberg und Neukölln. Die Ergebnisse sollen langfristig aber für ganz Berlin nutzbar sein.

Was im Projekt passiert

Im Projekt werden sogenannte Grundbildungspfade betrachtet. Gemeint sind Wege, die Menschen mit Grundbildungsbedarf durch Beratung, Bildung, Ausbildung und Arbeit nehmen. Dabei geht es um Fragen wie: Wo entstehen Hürden? Wo fehlen Informationen? Wo werden Menschen nicht passend weitervermittelt? Und was muss sich ändern, damit Unterstützung besser ankommt?

BerKo entwickelt dafür verschiedene Lösungsangebote. Sie entstehen aus der gemeinsamen Arbeit im Verbund und reagieren auf konkrete Hürden in der Praxis.

Lösungsangebote im Projekt

Die folgenden Lösungsangebote entstehen im Rahmen von BerKo. Sie sollen Beratende, Bildungsakteur:innen, Betriebe und weitere Partner:innen dabei unterstützen, Menschen mit Grundbildungsbedarf besser zu erreichen, passender zu begleiten und gezielter weiterzuvermitteln.

Die Berater:innenmappe soll Beratende und vermittelnde Stellen dabei unterstützen, passende Angebote für Menschen mit Grundbildungsbedarf zu finden. Sie hilft dabei, den Unterstützungsbedarf besser einzuordnen und passende Bildungs- oder Beratungsangebote in Berlin schneller zu erkennen.

So können Fehlverweise reduziert werden. Menschen mit Grundbildungsbedarf müssen dadurch weniger Umwege gehen und erhalten gezielter die Unterstützung, die zu ihrer Situation passt.

In der AG GruBIM arbeiten Akteur:innen aus den Bereichen Grundbildung, Integration und Migration zusammen. Zwischen diesen Bereichen gibt es viele Überschneidungen. Gleichzeitig entstehen in der Praxis immer wieder Fragen und Herausforderungen.

Ein Beispiel: Menschen, die noch Unterstützung beim Deutschlernen brauchen, werden manchmal in Grundbildungsangebote vermittelt, obwohl ein anderes Angebot besser passen könnte. Die Arbeitsgruppe sucht nach gemeinsamen Lösungen, damit Menschen in Berlin passender unterstützt werden.

Die AG Laufzettel beschäftigt sich mit der Frage, wie Wege durch Beratung und Unterstützung besser nachvollziehbar werden können. Menschen mit Grundbildungsbedarf müssen an verschiedenen Stellen oft immer wieder neu erklären, wo sie schon waren, was bereits geklärt wurde und welche Unterstützung sie brauchen.

Ein Laufzettel kann helfen, diese Informationen übersichtlich festzuhalten. So behalten alle Beteiligten besser den Überblick. Für die betroffene Person kann das Wege vereinfachen und Belastungen reduzieren.

In der AG AZAV arbeiten zertifizierte Bildungsträger zusammen. Ziel ist es, Angebote so weiterzuentwickeln, dass sie besser zu Menschen mit Grundbildungsbedarf passen, die in Arbeit kommen oder sich beruflich weiterentwickeln möchten.

Dabei geht es unter anderem darum, Grundbildung und arbeitsmarktbezogene Qualifizierung besser miteinander zu verbinden.

Die Online-Dialogreihe bietet regelmäßig Raum für Austausch zu Themen der arbeitsorientierten Grundbildung. Akteur:innen aus Grundbildung, Beratung, Arbeitsförderung und Wirtschaft können dort Erfahrungen teilen und gemeinsam über Herausforderungen sprechen.

Der Dialog soll helfen, Wissen zu bündeln, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit in Berlin weiter zu stärken.

BerKo bietet Sensibilisierungen für Akteur:innen aus der Arbeitswelt an, die Grundbildung besser verstehen möchten. Dabei geht es zum Beispiel darum, Grundbildungsbedarf zu erkennen, angemessen anzusprechen und passende Unterstützung zu ermöglichen.

Auch Dozent:innen und weitere Fachkräfte können qualifiziert werden. Ziel ist es, Angebote und Prozesse so zu gestalten, dass sie für Menschen mit Grundbildungsbedarf besser zugänglich sind.

Im Projekt entstehen bedarfsorientierte Fortbildungsangebote zur arbeitsorientierten Grundbildung. Sie richten sich an Fachkräfte, die mit Menschen mit Grundbildungsbedarf arbeiten oder Angebote für diese Zielgruppe entwickeln.

Die Fortbildungen greifen aktuelle Themen aus der Praxis auf und unterstützen dabei, Grundbildung im Kontext von Ausbildung, Arbeit und Beratung stärker mitzudenken.

Unsere Rolle im Projekt

BerKo wird von Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH, Lesen und Schreiben e. V. Berlin und der Stiftung Grundbildung Berlin umgesetzt. Die Stiftung Grundbildung Berlin bringt ihre fachliche Expertise, ihre Netzwerke und ihre Erfahrung im Abbau von Hürden ein.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Vernetzung. Wir bringen Akteur:innen aus Grundbildung, Arbeitsmarkt, Beratung und Bildung zusammen und unterstützen den fachlichen Austausch. Außerdem sensibilisieren wir für Grundbildungsbedarf und beraten dazu, wie Angebote zugänglicher gestaltet werden können.

Im Projekt arbeiten wir auch an Materialien mit, die Beratende bei ihrer Arbeit unterstützen. Dazu gehört die Berater:innenmappe. Sie soll den Überblick über passende Angebote erleichtern und Fehlverweise reduzieren. So können Menschen mit Grundbildungsbedarf gezielter weitervermittelt werden.

Warum BerKo für Berlin wichtig ist

Grundbildung ist eine Voraussetzung für Teilhabe. Das gilt auch im Arbeitsleben: Wer Schwierigkeiten mit Lesen, Schreiben, Rechnen oder digitalen Anwendungen hat, stößt in Ausbildung, Beruf und Arbeitssuche oft auf zusätzliche Hürden.

BerKo hilft dabei, diese Hürden sichtbar zu machen und gemeinsam abzubauen. Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit zwischen Grundbildung und Arbeitswelt und trägt dazu bei, Unterstützungsangebote in Berlin besser miteinander zu verbinden.

Das Projekt läuft vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2027. Es wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung gefördert.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt gibt es auf der Projektwebsite von BerKo.

Akteure und Akteurinnen sind handelnde Personen oder Beteiligte an einem bestimmten Geschehen.

„e. V.“ ist die Abkürzung für „eingetragener Verein“ und bezieht sich auf eine bestimmte Rechtsform für Vereine in Deutschland. Ein eingetragener Verein ist eine Organisation, die sich aus einer Gruppe von Menschen zusammensetzt, die gemeinsame Interessen oder Ziele haben.

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